Suche und Sucht: ein systemischer Versuch
Zuwendung · 18. Februar 2024
Was sucht die Sucht? Das im Fach-Jargon sogenannte “craving“ bezieht sich bereits auf einen inneren Zustand der Anregung, in Erwartung auf das ersehnte (gesuchte) Suchtmittel, das Entspannung / Veränderung bringen soll. Warum aber wird dieser Zustand oder seine Lösung (beides gehört zusammen, ein “craving“ und ein “relieving“) gesucht? Weil es sich gut anfühlt. Und weil der Zustand Emotionen, die ansonsten schwer zu bewältigen sind, überlagert bzw. kompensiert durch empfundene...
Psychische Erkrankung - über die Normalität der Abweichung in verunsicherten Zeiten
Sprache · 14. Juli 2023
“Insofern ist die “Störung“ eine normale und erwartbare Reaktion auf eine bereits “vorgestörte“ Normalität der erwünschten Abweichung. Eine Normalität, deren aggressive und oft wenig humane Aufdringlichkeit uns alle belagert: sei es im Identitäts-Zwang, im Outfit-Zwang, im Konsum-Zwang, im Spass-Zwang … und sei es eben auch in einem gewissen Zwang zur psychologisierenden Selbstverortung, inklusive des Zwangs zur psychiatrischen Diagnose.“

Wohlstand, Langweile, Identität
Identität · 16. April 2023
“Was bewirkt der Wohlstand hinsichtlich der in unserer Gesellschaft nicht zufällig omnipräsenten Frage nach der Identität unseres Selbst. Beide (die Handlungsimpulse der sog. “executive functions“ im Gehirn und die Identität) stehen in Zusammenhang.“
Konkurrenz – aus systemischer und entwicklungspsychologischer  Sicht
Familie · 22. Oktober 2022
‹Konkurrenz› verstehen wir meist im Kontext der Wettbewerbslogik; Leistung, freie (!) Marktwirtschaft, Stellen- und Positionsgeschachere in Job und Politik. Dass der Wettbewerb oft genug kein fairer ist, dass Protektionierung und Vetternwirtschaft und verdeckte Strategien das ‹Spiel› bestimmen, wissen wir alle – und hoffen auf die Politik oder auch auf selbstreinigende Kräfte in Systemen, um den Grundsatz der Fairness und der Chancengleichheit zu halten. Wie aber sieht es in Familien...

Mütter- Väter – Bilder und Rollen – von 1945 bis heute. Ein kurzer Versuch der Annäherung.
19. August 2022
Die Generation der in den 30-iger Jahren Geborenen geht in diesem Jahrzehnt langsam von uns. Und mit ihnen ein immenser Teil der Geschichte, die aus einer Zeit stammt, die meine Generation (60-iger Jahre) der Kriegsenkel noch aus den Erzählungen der Großeltern und der eigenen Eltern kennt. Eine Geschichte, die aber, so scheint es, in unseren Tagen zunehmend in anderen Diskursen verschwindet.
Der Blick auf den/die Andere(n) – welche Macht er uns gibt und in welche Ohnmacht er uns versetzt
20. März 2022
“Manchmal wünschte ich, es gäbe eine KI (künstliche Intelligenz), die uns offenlegt, welche Vorurteile in uns selbst bei jeglichem Blick auf andere Menschen in wenigen Sekunden ablaufen. “

Der Kontainer-Irrtum – warum die Psychologie von Charakter und Persönlichkeit eine systemische Rundumerneuerung braucht.
Identität · 10. Januar 2022
Persönlichkeitspsychologie ist ein in uns allen mehr oder weniger verinnerlichtes Paradigma, welches Menschen und ihre Eigenschaften beschreibt. Schließlich wollen wir wissen, wer und wie die Anderen sind.
Ist die (Klein)-Familie heutzutage noch ein gutes System?
Familie · 01. August 2021
Wir sind es gewohnt, die Familie (incl. alleinerziehender Familien) als Kern- und Keimzelle unserer Gesellschaft zu begreifen. Sie ist nach wie vor die Norm. Daran hat sich seit vielen Hundert Jahren wenig geändert, von den überwiegend gescheiterten Kommunen-Versuchen der 68-iger abgesehen: wenige reden noch davon, auch wenn “Rest-Werte“ dieser Gemeinschaften zB in den heute selbstverständlichen Wohngemeinschaften weiterleben. Oder in einigen generationenübergreifenden Wohnprojekten in...

Innerlichkeit und Äußerlichkeit –  systemische Ausflüge in ein schwieriges Terrain
Sprache · 30. Mai 2021
Wir denken, dies hier ist die Außenwelt und das hier ist meine innere Bewertung in meiner eigenen Welt des Fühlens und Denkens. Aber hier wird es komplexer.
Ablösung und Trennung - eine systemische Intervention
Identität · 24. Januar 2021
“Bindung erscheint allerdings aus dieser Perspektive als Ergebnis einer positiv erfolgten Rollenübernahme in einem komplexen Erzählstrang menschlicher Bezugs-systeme.“

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